Reflexionshappen
Deine wöchentliche Coachinginspiration mit Crea Futura
Teamkultur – so gut wie nie auf der Agenda. Und doch immer mit am Tisch!
Was ist Teamkultur eigentlich?
Woran lässt sie sich erkennen?
Machen wir’s uns einfach:
Teamkultur ist alles, was das Miteinander im Team beschreibt.
Also: Beispielsweise Kommunikationsweisen, Rituale, Regeln – ausgesprochen und unausgesprochen –, Erwartungen, Geschichte, geteilte und individuelle Werte, sowie das, was im Alltag tatsächlich gelebt wird.
Schnell wird klar:
Teamkultur ist lebendig.
Sie entsteht nicht auf dem Papier, sondern im Alltag – in Gesprächen, Entscheidungen, Reaktionen.
Sie wird von allen gestaltet. Jeden Tag. Auch von dir!
Fragen für deine persönliche Reflexion:
- Wie nimmst du bewusst oder unbewusst Einfluss auf eure Teamkultur?
- Was an eurer Kultur gefällt dir?
- Und was würdest du gern verändern – und woran würde ein Aussenstehender diese Veränderung bemerken?
Teamkultur lebt davon, dass man sie nicht nur beobachtet – sondern bewegt!
Kill your Darling! Schon mal gehört?
Es bedeutet, ausgerechnet da den Stecker zu ziehen, wo man vorher mit Herzblut investiert hat – bei einer Idee, einem Projekt, einer Rolle.
Im einen Moment noch verteidigt, gefeiert und vorangetrieben –
im nächsten: Oh bella ciao, ciao, ciao!
Klingt hart? Ist es auch.
Aber manchmal passt etwas einfach nicht mehr. Der Kontext hat sich verändert. Die Zeit ist weitergezogen – nur wir hängen noch dran.
Und wenn man ganz ehrlich ist, weiss man:
Das Beste, was man tun kann, ist einen klaren Schlussstrich zu ziehen ✍️
Das Problem dabei?
Es ist einem halt einfach ans Herz gewachsen ❤️
❓ An welcher Idee, Lösung oder Gewohnheit halte ich bei meiner Arbeit fest – obwohl ich es besser weiss?
❓ Was würde passieren, wenn ich genau das loslasse?
❓ Was könnte ich stattdessen mit dem neuen Freiraum tun?
Ciao Miss / Mister Souverän!
Die Tendenz, an Bekanntem festzuhalten, kennen wir alle. Und dennoch ist nichts so beständig wie der Wandel.
Dieser (innere) Konflikt taucht auch im Arbeitsalltag immer wieder auf:
Am einen Tag ist man noch voll in seiner Rolle, kennt die Erwartungen, Abläufe, hat alles im Griff – Miss oder Mister Souverän in Person
Und dann – ein Meeting, eine Mail aus der Chefetage – und alles ist anders.
Plötzlich gibt es neue Erwartungen, andere Abläufe, und die gut erprobten Tipps & Tricks greifen nicht mehr ♀️♂️
Klar, theoretisch weiss man, dass man offen für Veränderung sein sollte, sie vielleicht sogar begrüssen sollte.
Theoretisch.
Praktisch ist da oft erst mal Verunsicherung. Und innerer Widerstand.
In solchen Momenten hilft es, sich drei einfache Fragen zu stellen:
- Was ist das Positive an der Veränderung?
- Kann ich mit der neuen Situation leben? Falls nein: Wie müsste sie stattdessen sein, damit’s für mich stimmt?
- Was werde ich in einem Jahr darüber denken?
Wettbewerbsvorteile – und wo sie zu finden sind!
„Don’t work harder – work smarter“
Ein Satz, den viele kennen – aber was bedeutet er im Arbeitsalltag wirklich?
Wettbewerbsvorteile entstehen heute nicht mehr nur durch Tempo oder Grösse.
Natürlich bleiben Dinge wie:
✔ Technologien & Innovation
✔ effiziente Prozesse
✔ Fachwissen
✔ starke Teams
Doch, wie macht man daraus einen echten Wettbewerbsvorteil?
In einem Markt, in dem alles vergleichbar wird, zählt vor allem eines:
Die Fähigkeit, sich frühzeitig einen klaren Überblick zu verschaffen – ohne Wunschdenken oder Pessimismus. Und ohne sich zu verzetteln.
Vorausschauendes Handeln ist wie Schachspielen:
Wer das Spielfeld überblickt, denkt nicht nur an den nächsten Zug – sondern an das, was danach kommt.
Und genau hier kommt Reflexion ins Spiel.
Reflexion (auch durch Coaching begleitet) ist nicht nur ein Mittel zur Krisenbewältigung – sondern ein zentraler Bestandteil weitsichtiger, moderner Führung!
Wer sich regelmässig fragt:
– Was funktioniert wirklich – und warum?
– Was übersehen wir gerade? Welche Chancen ergeben sich daraus?
– Was passt nicht mehr zur heutigen Realität?
– Wo liegen unsere echten Stärken – und nutzen wir sie konsequent?
… trifft bessere Entscheidungen, bleibt anpassungsfähig – und handelt vorausschauend, statt hinterherzulaufen.
Fazit:
Reflexion ist strategisches Denken in Echtzeit.
Ein klarer Wettbewerbsvorteil für alle, die Führung nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen.
Drei Fragen zum Weiterdenken:
Wie sieht deine persönliche Balance zwischen Reagieren und Agieren im Alltag aus?
Welche Rolle spielt Reflexion in deinem Alltag?
Was würde dir helfen, um Reflexion noch strategischer einsetzen zu können?
„Boah, sei doch nicht so naiv!“
Brrr! Ein Satz, den keiner gerne hört – aber die meisten wohl schon mal gehört haben dürften.
Naivität wird oft verstanden als: Nicht-Wissen, Zu-Optimistisch-Sein, Gefahren-Unterschätzen.
Bei Kindern ist Naivität ja vielleicht noch ganz süss – aber bei Erwachsenen? Schnell als Schwäche abgestempelt! ➡️
Aber vielleicht lohnt es sich, das mal zu hinterfragen
Vielleicht ist Naivität ja nicht einfach das Gegenteil von Realismus.
Vielleicht ist es auch eine Bereitschaft, offen zu bleiben, ans Gute zu glauben – oder zumindest an Möglichkeiten
Und letztlich: neugierig zu bleiben
Erfahrungen, die man gemacht hat, sind wertvoll. Sie helfen, die Welt zu verstehen.
Aber manchmal kann so ein bisschen Naivität auch sein Gutes haben.
Schliesslich kann Erfahrung auch zur Betriebsblindheit führen – ganz ohne Absicht
Wahrscheinlich ist’s wie das meiste im Leben: eine Frage der Balance ⚖️
Wie sieht’s mit deiner Balance aus? Frag dich mal:
- Wo prägt mich eine alte Erfahrung stärker als nötig – und steht meiner Neugier im Weg?
- Wo bin ich zu neugierig oder zu leichtsinnig – und sollte lieber auf meine Erfahrungen hören?
- Wie gehe ich mit Ideen und Inputs von anderen um?
Unvorbelastet und offen an Neues heranzutreten – wie früher als Kinder –
verspricht auf jeden Fall Spass✨
Und manchmal ist das schon der halbe Weg!
Die Schlacht um unsere Aufmerksamkeit:
Bunt, laut, bewegt, provozierend – und oft gnadenlos polarisierend.
So kämpfen sie, die Eindrücke. Um unser Jetzt. Um unser Denken. Um unseren Fokus.
- Kaum wach, scrollen wir.
- Kaum still, läuft irgendwas.
Und das alles in einer Welt, die eigentlich nach Klarheit schreit:
Kreativ denken.
Weitsichtig entscheiden.
Verstehen, was gerade passiert – und nicht erst im Nachhinein sagen:
“Hm, das hätte ich eigentlich kommen sehen können …”
Wie wäre es, sich eine Auszeit zu gönnen?
Ein Tapetenwechsel ️ – Raum & Zeit, um wirklich nachzudenken:
über eine Entscheidung, eine neue Strategie, eine kreative Lösung?
Wie wäre es, die eigene Situation mal in Slow Motion zu betrachten –
nicht, um auszubremsen, sondern um bewusst die Richtung zu wählen,
die wirklich zu dir passt?
Und genau dort beginnt der Raum für echte Fragen.
Nicht für eilige Antworten – sondern für Klarheit.
Drei Fragen für deinen Fokus:
Was in deinem Alltag ist laut – aber nicht wirklich wichtig?
Welche Entscheidung schiebst du schon viel zu lange vor dir her?
Was wäre anders, wenn du deine Energie gezielt ausrichten würdest – statt sie verstreuen zu lassen?
"Ich hab keine Zeit!" ⏱️ ♀️
Kennst du das? - Oder anders gefragt: Wie oft hast du das diese Woche gedacht oder gesagt?
⏳ Je nach Geburtsjahr und abhängig vom Geschlecht wird in der Schweiz eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 83 Jahren angenommen. So gesehen, müsste man doch meinen, dass wir Zeit haben...! Viel sogar und Tendenz steigend!
Warum ist die Wahrnehmung im Alltag aber die, dass die Zeit uns zwischen den Fingern zerrinnt?
Und überhaupt, was macht so ein Glaubenssatz wie "Ich hab keine Zeit!"
auf die Dauer mit uns? Tut uns dieser Gedanke längerfristig gut?
Wie wäre es gelegentlich zu denken: "Ich nehme mir Zeit" oder "Ich gönne mir Zeit"?
Was würde mit mir passieren und ist das etwas, das ich mir wünsche?
Falls ja, was müsste ich in meinem Alltag ändern, um mir das zu ermöglichen?
Wie würde mein Umfeld bemerken, dass ich eine Veränderung vorgenommen habe?
Hier ein Gedanke:
Man sagt, Zeit sei das Wertvollste, das man haben kann. Wenn wir sie uns selbst absprechen, machen wir uns dann selber ärmer...? Und umgekehrt, können wir uns selber reicher machen, wenn wir sie uns zugestehen?
"Was müsste ich tun, um das Ding so richtig gegen die Wand zu fahren?" ☠️
Klingt komisch? Ist aber ein super aufschlussreiches Gedankenexperiment!
✅ Eine Kundin (Abteilungsleiterin) hat diese Woche mithilfe dieser Frage ihren lang ersehnten AHA-Moment erlebt und weiss nun, wie sie ihr Team bestmöglich in Bezug auf ein anstehendes Projekt motivieren kann
Und wo wir schon mal dabei sind: "Wenn es schon ein richtiges Disaster geworden ist, was müsste ich tun, damit es noch viiiieeel schlimmer wird?"
Das Ganze ruhig auch mal gedanklich auf die Spitze treiben!
Nervös vor dem nächsten Gespräch? Das muss nicht sein!
Kennst du dieses mulmige Gefühl, wenn ein wichtiges Gespräch ansteht? Gedanken kreisen: "Was, wenn es nicht gut läuft? Was, wenn ich die richtigen Worte nicht finde?" Genau diese Unruhe zeigt, wie wichtig dir das Gespräch ist – und dass du mit der richtigen Vorbereitung ruhig und souverän auftreten kannst.
✅ Erfolgreiche Gesprächsvorbereitung: So punktest du, wenn es darauf ankommt!
Eine gute Vorbereitung gibt dir Sicherheit, Klarheit und das gute Gefühl, auch unerwartete Wendungen meistern zu können. So bleibst du fokussiert und erreichst deine Ziele leichter.
Frag dich:
Was will ich erreichen? Geht es darum zu informieren, zu überzeugen oder eine Lösung zu finden?
Was beschäftigt mein Gegenüber? Welche Fragen, Bedenken oder Erwartungen könnten im Raum stehen?
Welche Argumente stärken mein Anliegen? Mit welchen Fakten und Beispielen kann ich überzeugen?
Was würde ich denken, wenn ich in 5 Jahren auf dieses Gespräch zurückblicke? Welche langfristige Bedeutung hat dieses Gespräch und wie kann ich dafür sorgen, dass ich damit zufrieden sein werde?
4 Schritte zur erfolgreichen Vorbereitung
1️⃣ Fokus setzen: Notiere dein Hauptziel und zwei bis drei zentrale Aussagen, die du unbedingt vermitteln willst. 2️⃣ Rahmen berücksichtigen: Passe deinen Ton und deine Wortwahl an Setting und Kontext an. 3️⃣ Einwände antizipieren: Denke über potenzielle Gegenargumente nach und überlege, wie du souverän reagieren kannst. 4️⃣ Innere Haltung stärken: Stelle dir vor, wie das Gespräch positiv verläuft. Das gibt dir Selbstvertrauen.
Bonus-Tipp: Zuhören nicht vergessen!
Wer gut zuhört, schafft Vertrauen und erkennt wichtige Signale. Zeige echtes Interesse – so entstehen bessere Gesprächsergebnisse.
Jetzt bist du dran!
Nimm dein nächstes Gespräch selbstbewusst in die Hand.
Fühlt sich dein Job nach einem Pflichtprogramm an, das du nur für die freien Tage durchziehst?
Sonntagabend rutscht deine Laune in den Keller, und am Montagmorgen schleppst du dich widerwillig zur Arbeit?
Wenn es dir häufiger so geht, dann ist es vielleicht an der Zeit, innezuhalten und dich zu fragen: Bin ich noch am richtigen Platz?
Berufliche Veränderung kann viele Formen annehmen: Manchmal reicht eine kleine, aber gezielte Anpassung – eine Veränderung im Arbeitsalltag, neue Aufgaben oder ein Perspektivenwechsel. Manchmal kann aber auch ein grösserer Schritt helfen – eine berufliche Um- & Neuorientierung hin zu einer anderen Rolle, einem anderen Unternehmen oder sogar einer ganz neuen beruflichen Richtung. In jedem Fall geht es darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, die zu dir passen, und mutig den ersten Schritt zu wagen.
Nimm dir einen Moment und reflektiere:
- Was genau raubt mir meine Energie im aktuellen Job?
- Was bringt mich in den Flow – wann vergeht die Zeit wie im Flug?
- Welche Werte sind mir wichtig? Passen sie noch zu meinem Berufsumfeld?
- Wenn ich parallel drei (Berufs-)Leben haben könnte, was würde ich in diesen drei unterschiedlichen Leben tun?
✨ Erster Impuls: Stell dir vor, es ist Montagmorgen. Du wachst auf – und freust dich auf den Tag. Was genau würdest du dann tun?
Manchmal reicht eine kleine Kurskorrektur, manchmal braucht es einen Neuanfang. Was auch immer es für dich bedeutet – du hast die Wahl!
Anonyme Hassnachrichten – wie würdest DU reagieren?
Ich habe diese Woche anonyme Hassnachrichten bekommen!
Vielleicht kennst du das auch? Es muss nicht immer so offensichtlich sein – oft reichen schon subtile Respektlosigkeiten, gehässige Seitenhiebe oder eine unerwartet scharfe Kundenrückmeldung, damit sich das Arbeitsumfeld ungemütlich anfühlt.
Das Arbeitsleben ist halt nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen!
Vielleicht sogar gut so: Denn genau diese Situationen bergen oft die Chance, zu wachsen.
Was wir nicht kontrollieren können:
Die Angriffe und Reaktionen von aussen.
Was wir kontrollieren können:
Unsere eigene Reaktion darauf.
Wie möchtest du reagieren, wenn du dich mit Anfeindungen konfrontiert siehst?
Oft reagieren wir im Affekt, ohne bewusst darüber nachzudenken, wie wir eigentlich handeln wollen. Hier sind einige Strategien, die helfen können, kurz innezuhalten und den nötigen Raum zu schaffen:
Neugierde-Strategie
„Oh, faszinierend!“ – Beobachte, was in dir passiert, ohne direkt zu reagieren oder zu bewerten.
️ Durchatmen-Strategie
Drei tiefe Atemzüge – Manchmal reicht ein Moment der Ruhe, bevor du antwortest.
Filmabstraktion-Strategie
Stell dir vor, du schaust gerade einen Film. – Wie würde der Hauptcharakter jetzt souverän & clever reagieren?
❤️ Empathie-Strategie
„Was sagt das über mein Gegenüber aus?“ – Versetze dich für einen Moment in die Perspektive der anderen Person: Wie geht es diesem Menschen wohl gerade?
Was unterstützt dich in solchen Momenten, und wie sorgst du dafür, dass du an deiner Strategie festhältst?
Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren – deine Geschichte könnte für andere eine echte Hilfe sein.
Ein Gedanke zum Schluss:
Jeder Kampf kostet Zeit & Energie – und zwar DEINE Zeit & Energie!
Welche Kämpfe sind es wert, gekämpft zu werden und welche einfach nicht?
Gedankenlesen? Nein, danke! Lieber mit Worten überzeugen. ✨
Stell dir vor, du hältst eine Präsentation, führst ein wichtiges Gespräch oder erklärst eine Idee. Du hast das Gefühl, alles klar gesagt zu haben – aber dein Gegenüber reagiert anders als erwartet. Kennst du das?
Letzte Woche haben wir über das Zuhören gesprochen – heute geht’s um die andere Seite: Wie gut kommt eigentlich das an, was du sagst?
Friedemann Schulz von Thun hat gezeigt, dass jede Aussage vier Seiten hat:
️ Die Sachebene – Was ist die reine Information, die du vermittelst?
️ Die Selbstoffenbarung – Was sagst du (bewusst oder unbewusst) über dich selbst?
️ Der Appell – Was möchtest du beim Gegenüber bewirken?
️ Die Beziehungsebene – Welche Botschaft sendest du über deine Beziehung zur anderen Person?
Doch genau hier entstehen oft Missverständnisse. Vielleicht wolltest du einfach nur eine sachliche Information geben, aber dein Gegenüber hört einen unausgesprochenen Vorwurf? Oder du versuchst, deine Begeisterung zu teilen, doch es kommt als Druck oder Erwartungshaltung an?
Drei Fragen zur Reflexion:
Wann hattest du zuletzt das Gefühl, dass deine Worte nicht so ankamen, wie du es gemeint hast?
Woran merkst du, dass jemand dich wirklich versteht?
Wer ist für dich ein grossartiger Redner – jemand, der inspiriert, verstanden wird und mit Präsenz spricht? Was macht diese Person anders, und wie kannst du mehr davon in deine eigene Kommunikation übernehmen?
Was hast du selbst in deinem Arbeitsalltag erlebt? Wann hat dich jemand mit Worten wirklich erreicht? Oder wann hast du erlebt, wie schlechte Kommunikation zu Missverständnissen geführt hat? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!
Richtig gut reden bedeutet mehr als nur Worte – es geht darum, mit deinen Worten Präsenz zu schaffen, zu verbinden und zu überzeugen!
Diese Woche kommt der Reflexionshappen aus der Küche der Führungsentwicklung Aber keine Sorge, falls du keine offizielle Führungskraft bist – das Thema betrifft uns alle!
Was haben Nelson Mandela, Barack Obama, Ernest Hemingway und der Dalai Lama gemeinsam? Klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes? Ist es aber nicht!
Sie alle – neben vielen anderen – haben auf die Bedeutung des Zuhörens hingewiesen.
Ja, Zuhören kann doch jeder. Oder?
Otto Scharmer hat erkannt, dass Zuhören nicht gleich Zuhören ist. In seinem Vier-Ebenen-Modell des Zuhörens beschreibt er, dass es verschiedene Arten gibt, zuzuhören – und dass wir dabei ganz unterschiedlich wahrnehmen:
Hören wir nur das, was wir ohnehin schon wissen?
Nehmen wir neue Informationen auf?
Verstehen wir auch die Emotionen und Perspektiven des Gegenübers?
Oder hören wir so präsent zu, dass etwas völlig Neues entstehen kann?
Okay, okay – theoretisch alles schön und gut. Doch was hilft denn nun im Alltag wirklich konkret beim guten Zuhören?
Wann hast du zuletzt jemandem wirklich aufmerksam zugehört, ohne innerlich schon an deine Antwort zu denken?
Woran erkennst du, dass sich dein Gegenüber gehört und verstanden fühlt?
Wann fällt dir echtes Zuhören leicht? Wann ist es herausfordernd? Und wann richtig schwer?
Was hilft dir in den leichten Situationen – und wie kannst du das auf die schwierigeren übertragen?
„Ideen. Ideeeeeen… Ideen!!!“
Etwas auf Kommando einfallen lassen? Puh, gar nicht so einfach! Manchmal scheinen gute Ideen einen eigenen Kopf zu haben: Jagt man ihnen hinterher, verstecken sie sich. Gibt man auf, tauchen sie plötzlich fröhlich wieder auf.
Dumm nur, wenn die Uhr tickt und die zündende Idee JETZT kommen sollte. Kann man sie denn nicht irgendwie aus ihrem Versteck locken?
Wann hast du deine besten Ideen?
Was passiert in diesen Momenten – was tust du, wie fühlst du dich?
Und wie kannst du deine Ideensuche mehr wie diese Momente gestalten?
Kleiner Tipp: Klassische „Ideen-aus-dem-Versteck-Locker“ sind z. B. positive Emotionen, persönliches Interesse, die eigene Einstellung zum Thema und die eigenen Erwartungen („Ich kann das“ vs. „Ich kann das nicht“).
Auch das Umfeld spielt eine große Rolle – manchmal hilft ein Ortswechsel, ein Spaziergang oder eine ganz bestimmte Atmosphäre, um den Kopf freizubekommen.
Und nicht zu unterschätzen: der Austausch mit anderen! Ideen entstehen oft im Gespräch – sei es durch neue Perspektiven, spontane Assoziationen oder einfach, weil ein Gedanke laut ausgesprochen plötzlich klarer wird.
Worte, die bleiben: Zitate & Lebensweisheiten!
Es gibt unzählige Zitate und Lebensweisheiten – auf Social Media, in Präsentationen oder auf Glückwunschkarten. Und wenn nicht dort, dann haut sie spätestens der Kollege noch vor dem Mittagessen raus.
Die meisten vergessen wir schnell. Aber manche bleiben.
Sie begleiten uns über Jahre, spenden uns Kraft, Motivation oder Trost. Vielleicht stammt dein Satz von einem berühmten Schriftsteller. Vielleicht hat ihn dir deine erste Chefin oder ein Familienmitglied mit auf den Weg gegeben...?
Jetzt bist du dran:
Welche Worte begleiten dich auf deinem beruflichen Weg?
Woran erinnern sie dich?
Wie beeinflussen sie dein Handeln heute?
Entspannung... Ahhhhh, was für schöne Bilder einem da in den Sinn kommen!
- Vielleicht eine Hängematte, die in der sanften Meeresbrise zwischen zwei Palmen an einem weissen Sandstrand leicht hin und her schaukelt.
- Vielleicht aber auch das Bild des Abendrots über den Bergspitzen, mit dem sich ein schöner Wandertag leise verabschiedet und das sich so herrlich von der gemütlichen Berghütte aus beobachten lässt.
Ach, Entspannung tut doch einfach gut! Und wir alle brauchen sie als Teil einer guten Lifebalance und um uns erholt und einfach glücklich zu fühlen.
Es dürfte den meisten leicht fallen, sich etwas zum Wort "Entspannung" einfallen zu lassen. Doch wie sieht`s mit einer kleinen Challenge aus:
Was wenn es sich bei dem Tag nicht um einen freien Tag handelt, an dem man an den Strand oder in die Berge fahren kann? Was, wenn das Zeitbudget dieses Mal nur einen Abend hergibt oder die Mittagspause auch schon wieder fast vorbei ist und nur noch 5 Min. bleiben, bis der nächste Termin oder das nächste ToDo wartet?
Auf Entspannung verzichten?! Oder doch besser einfach einen Happen Entspannung (Pun intended, schliesslich sind wir hier beim Reflexionshappen) geniessen? Was uns zu den Fragen dieser Woche bringt:
- Wie sieht Entspannung für dich aus?
- an einem ganzen Tag?
- an einem Abend?
- in nur 5 Minuten?
- Was davon tust du schon?
- Falls du dir mehr davon wünschst, wie könntest du mehr davon in deinen Alltag einbauen?
- Was bräuchtest du dafür?
Comfort Zone, oh Comfort Zone: Du schöner, heimeliger Ort!
Über dich gibt es viele Weisheiten. Angefangen bei "Life begins at the end of your comfort zone", über "Great things never come from a comfort zone", bis hin zu "a comfort zone is a beautiful place, but nothing ever grows there".
Man könnte sagen, du geniesst ein durchzogenes Image! Einerseits scheint du ein Ort zu sein, der uns gut tut und an dem wir uns erholen und Kraft tanken können (denn keiner von uns kann immer nur auf Achse sein!), andererseits jedoch scheint in dir die Gefahr zu liegen, es sich bei dir zu bequem zu machen und träge zu werden. Ein Balanceakt!
Paracelsus meinte mal, die Dosis mache das Gift: Vielleicht verhält es sich mit der eigenen Comfort Zone ja genauso - Was uns zum Reflexionhappen dieser Woche bringt!
- In welchem beruflichen Bereich wärst du besonders stolz auf dich, wenn du deine Comfort Zone verlässt? (Und in welchem kannst du ruhigen Gewissens in der Comfort Zone bleiben?)
- Wie würde es sich für dich anfühlen, wenn du es geschafft hättest?
- Was, wenn du dich auf dieses Gefühl konzentrieren würdest, anstatt auf dein Unbehagen?
Man soll sich ja bekanntlich keine Neujahrsvorsätze machen, weil die eh nie funktionieren.
Wenn es nur nicht so verführerisch wäre, zu denken: "Ach, nächstes Jahr könnte ich doch .... machen! Ja komm, so mach ich's!"
Bei mir war's der Gedanke: "Ach, wäre es nicht cool, nächstes Jahr jede Woche eine Refexionsfrage zu posten?"
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Jahr hat begonnen und von den ursprünglich 52 Wochen ist die erste schon komplett durch und die zweite so gut wie und gepostet hab ich nichts bisher.
Das ist normalerweise der Moment, in dem das Vorhaben aufgegeben wird, weil es sich anfühlt, als sei der Zug eh schon abgefahren. Dabei kann ein Vorhaben irgendwann gestartet werden und der Jahresbeginn ist auch kein besserer Zeitpunkt als jeder Andere. Tatsächlich könnte man sagen, der beste Zeitpunkt ist immer genau Jetzt.
Was mich und meine Reflexionsfragen-Posts angeht: Ich hab beschlossen, jetzt einfach anzufangen und sie für euch auf den Tisch zu bringen. Und wo stehst du mit deinen Vorhaben?
Willkommen zur Geburtsstunde des Reflexionshappen: Deine wöchentliche Coaching-Inspiration mit Crea Futura